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Tierschutz und Rennsport oder Rennsport und Tierschutz ?! Gelten für viele als Extreme und nicht vereinbar, ist das denn so?! Meine Gedanken! Seit nahezu 6 Jahren sind wir Besucher der Rennbahn Rheinhausen-Oberhausen. Wir wurden dort mit unseren damaligen TS Greyhounds wunderbar aufgenommen und ich habe dort von diesen Menschen sehr viel über meine Hunde gelernt und es sind wunderbare Freundschaften entstanden. Obwohl meine beiden Greys damals nicht gelaufen sind. Dies war niemals Gegenstand irgend einer Diskussion und wir hatten niemals das Gefühl "minderwertige" Hunde zu halten. Leider ist das in TS Kreisen nicht allzu oft so, da wird man aufgrund seiner Züchterhunde oder gar wegen den Rennbahnbesuchen eher mal schräg angeschaut und sogar böse beschimpft. Vor ca. 4 Jahren fingen mein Mann und ich an, an Veranstaltungen des Vereins mitzuhelfen. Meistens war ich am Ausstellungstag im Frühjahr im Küchenteam und als Springer eingesetzt und mein Mann beim Rennen im Zielgericht für den Zielfilm beim Einlauf der Hunde zuständig. Dann war ich eine Saison fest in einem Küchenteam und letztes Jahr durfte ich bereits 3x übergangsweise die Trainingsleitung übernehmen. Das alles hat mir sehr viel Spaß gemacht und mich intensiver an den Verein gebunden. Diese Freundschaft und das Vertrauen der Rennbahnmitglieder in mich hatte seinen Höhepunkt dieses Jahr, als ich in der Hauptversammlung mit in den Vorstand gewählt wurde und nun für den Verein die Rolle der Geschäftsstelle und Schriftführer inne habe. Ich freue mich sehr darüber und hoffe, den Verein mit Rat und Tat unterstützen zu können. Zusätzlich habe ich dieses Jahr fest die Rolle der Trainingsleitung in einem Team. Ich bin sehr gespannt! Mit den Galgo´s besuche ich seit ca. 2 Jahren die Bahn - für ein ab und an Training alle paar Wochen. Sie bekommen viel Freilauf, viel Spiel und haben viel Spaß und dennoch gönne ich ihnen ab und an den Kick ihrer Bestimmung, das Hetzen, jedoch kontrolliert und gewollt.
Denn ich denke, dass sie "ausgemustert" wurden, haben die Menschen entschieden, nicht die Hunde. Ein Galgo, der in Spanien nicht "Macho" genug war, oder nicht schnell genug war den Hasen zu hetzen und zu bekommen, ist nicht zwangsläufig überhaupt nicht dran interessiert, zu hetzen. Also frag ich mich, was gibt mir das Recht, ihm dieses zu untersagen? Immerhin wurde er doch genau hierfür auch gezüchtet?! Oder nicht? Ich kann und ich will diesen Hetztrieb/Jagdtrieb NICHT unterbinden und ich kann damit umgehen und aus diesem Grund halte ich dieses Vergnügen nicht von meinen Hunden fern. Wobei ich der Meinung bin, dass die Rennbahn kein absolutes Muss für einen Windhund ist. Ich selbst habe welche, die das nicht die Bohne interessiert ..... Außerdem gehört ein kranker, oder "alter" Hund, der nicht mehr in der Lage ist, diese Leistung zu vollbringen, auf keinen Fall auf die Bahn (oder zum Coursing). Doch ein Hund, der jung ist, der gesund ist .... und dessen Besitzer sich die Mühe geben, ihn entsprechend vorzubereiten .... warum nicht ?! Dennoch sollten die Besitzer "aufgeklärt" werden, welche Leistung ein Hund hier erbringt ... das ist das A und O ! Seit April letzten Jahres, als Flash, unser blauer Greyhound bei uns einzog, läuft auch er mit Begeisterung seine Trainingsrunden. Die Lizenz aus Dänemark wurde in Deutschland anerkannt und wenn er fit ist, melde ich ihn für die beiden Rennen in Oberhausen. Doch nicht zu mehr. Zusätzlich ist er aber Lizenzpartner im Verein, wenn jemand einen Lizenzpartner benötigt. Da Flash einen absolut sauberen Laufstil hat und somit mit seiner Erfahrung ein sehr guter Partner im Lauf ist.
Im Oktober 2009 zog dann unser Nesthäkchen bei uns ein. Velvet (Tiffanys Hope). Aus England. Wir sind gespannt, wie sie sich entwickeln wird. Ende dieser Saison 2010 haben wir evtl. die Lizenz gemacht, oder aber vielleicht auch erst nächstes Jahr, sie ist ja noch jung. Haben also alle Zeit der Welt (hier links im Bild)
Aber der Tierschutz ist und bleibt ein Bestandteil meiner Einstellung und meines Handelns .... und obwohl das so einige Menschen nicht für möglich halten, ist eine Kombination aus Hundesport (Rennsport) möglich UND trotzdem den Gedanken des Tierschutzes intensiv Mitzutragen und auszuleben. Ich habe den Weg für mich gefunden und bin damit sehr glücklich. Wer meine Hunde kennt und sie sieht, der sieht auch, dass es ihnen weder an etwas mangelt, noch das sie zu etwas gezwungen werden, dass sie nicht möchten und wer nur ein klein wenig "über den Tellerrand" schaut, wird das auch erkennen. Etwas mehr Akzeptanz auf Seiten des TS würde ich mir wünschen, vor allem aber auch Vertrauen in die Menschen, die mit ihren Hunden diesen Sport ausüben, dass sie sehr wohl entscheiden können, was gut und was nicht gut ist für ihre Hunde. Denn einzig und allein der Hund!!! kann sagen, ob er glücklich ist oder nicht und nicht fremde Menschen, die den Hund nicht kennen. Doch es wird noch genug Zeit ins Land gehen, bis sich hier eine Annäherung erkennen lässt.
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